Reviews

Deutschlandradio Kultur - Fazit, 20.11.2016

 

„Den italienischen Dirigenten Andrea Sanguineti halten einige Musikkritiker für ein Genie, manche trauen ihm eine ähnliche Karriere wie Kirill Petrenko zu“

 

 „Il segreto di Susanna (Ferrari)- Notte di un nevrastenico (Rota)“, Theater Görlitz - November 2016

 

 Chefdirigent Andrea Sanguineti hat die Musik seiner Landsleute mit leichter Hand und heiterem Grundton interpretiert. Er gibt der Oper Ferraris und ihren Sängern was sie brauchen, lässt die Farbigkeit der Musik in mediterraner Sonne strahlen, findet den rechten Sound für Rota und kommt mit den Revue- und Musical-Elementen dieser Komposition der Inszenierung entgegen.“ (Sächsiche Zeitung)

 

 

 „La Traviata“  Oper Graz - Regie: Peter Konwitschny, September 2016

 

 „Das Publikum ließ sich vom Schicksal der „Kameliendame“ Violetta Valéry berühren und feierte die unter der Stabführung von Andrea Sanguineti luzid und konturiert musizierte Wiederaufnahme mit großen Beifall.“  (Kleine Zeitung)

 

 

 Deutschlandradio Kultur - Opern-Jahresrückblick (Uwe Friedrich) 25.12.2015

 

 „Die Tote Stadt“ in Görlitz, mit dem wirklich herausragenden Dirigenten Andrea Sanguineti, den ich einfach für ein Genie halte“

 

 Dietmar Ebert über das Konzert der Jenaer Philharmonie am Freitag, den 16. Oktober 2015

 

 Der junge italienische Dirigent Andrea Sanguineti leitete die Jenaer Philharmoniker gleichermaßen temperamentvoll und subtil. Unter seiner Stabführung erklangen die acht Variationen und die finale Passacaglia über den Haydn zugeschriebenen Choral „St. Antoni“ von Johannes Brahms so durchsichtig und differenziert wie nie zuvor in Jena...

 

Unter Andrea Sanguinetis energischer und einfühlsamer Leitung gelang dem Jenaer Orchester durch hochkonzentriertes Spiel aller Musiker eine spannungsvolle und sehr anrührende Interpretation von Joseph Haydns letzter Sinfonie in D-Dur Hob.1: 104. Er arbeitete die strenge Struktur der „Salomon“-Sinfonie klar heraus und ließ einen „Haydn-Klang“ hören, der vom warmen Ton der Streicher, Holzbläser und Hörner lebte, markant abgerundet durch Trompeten und Pauken.

 

Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Haydns Musik ist und wie sehr sie spätere Komponisten inspiriert hat.

 

 

 Radiokritik / -interview von und mit Uwe Friedrich auf MDR Figaro vom 13.4.2015 über Die Tote Stadt am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz

 

 Moderator (M): Die Tote Stadt hat ja gerade Konjunktur, kam gerade in Hamburg raus, wo sie 1920 zusammen mit Köln uraufgeführt wurde. Die musikalischen Ansprüche dieser Oper sind groß, sie erfordert ein riesiges Orchester, sie hat beinahe unsingbare Hauptpartien. Nun hat sich ausgerechnet Görlitz, ein kleines Theater, an dieses Riesenwerk gewagt. Können die das in musikalischer Hinsicht überhaupt bewältigen? Herr Friedrich, wie war´s denn?

 

Friedrich (F): Die Tote Stadt ist eine meiner erklärten Lieblingsopern, die mich entweder sehr stark anfasst oder wo ich mich sehr ärgere, wenn es denn nicht gut ist. Deswegen bin ich auch etwas ängstlich nach Görlitz gefahren. Und die kurze Antwort ist: Ja, die können das. Auch wenn ich noch ein paar Einschränkungen machen werde.

 Diese Geschichte des Witwers Paul, der seiner geliebten Frau nachtrauert, hat mich wieder einmal sehr berührt. Er verstrickt sich da in Tagträumereien, ist so ein etwas psychopathologischer Fall. Das alles steht und fällt mit dem Orchester. Der junge Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti hat mit seinen Musikern ganz, ganz stark gearbeitet und die Neue Lausitzer Philharmonie spielt offenbar auch richtig gerne für ihn, bis zum Schluss hochkonzentriert und ungeheuer farbenreich. Sanguineti ist ein Mann der rhythmischen Kontur und klangfarblichen Sinnlichkeit, großartig! Das Orchester ist auf der Hinterbühne, durch einen Gazevorhang abgeteilt, auf der Hauptbühne ist das relativ spartanische Bühnenbild aufgebaut. Das hat einerseits den Vorteil, dass das Orchester schon etwas abgedämpft ist, andererseits den Nachteil, dass die Obertöne etwas abgeschnitten sind und das Orchester erst am ganz zum Finale, wenn dann der Vorhang hochgeht, im Hintergrund verführerisch glitzert und dann so schön und brilliant klingt, dass dieses Finale einem wirklich die Tränen in die Augen treiben kann...

 

M: Also eine eher ambivalente Inszenierung. Trotzdem eine Empfehlung von Ihnen?

F: Unbedingt! Schon allein, um Andrea Sanguineti und das Orchester zu erleben! ....

 

 

Korngold »Die tote Stadt« Jens Daniel Schubert, Sächsische Zeitung 13.04.2015

 

Andrea Sanguineti leitet die Aufführung mit Genauigkeit, dramatischer Verve und einem guten Gespür, die maximale Leistung des gesamten Ensembles herauszufordern. Wenn sich zum Schluss, als grandioser Bildeinfall, die gesamte Bühne Bis einschließlich der hintersten Tür in der Brandmauer öffnet, hebt sich auch der letzte Schleier vor dem Orchester. In diesen Momenten bekommt man einen Eindruck von der Brillanz, mit der die Neue Lausitzer Philharmonie Korngolds farbenreiche Musik tatsächlich spielt. So kann sie glänzen und dem Komponisten helfen, aus dem Vergessen aufzutauchen.

 

 

 "Hänsel und Gretel "  - Theater Görlitz
 
 ...Dafür kamen ganz wichtige Impulse aus dem Graben, wo Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti mit der Neuen Lausitzer Philharmonie mehr als nur einen Soundteppich ausbreitete. Der Italiener weiß genau, was er will. Das ist nie nur normal und so, wie man es überall hört. Er arbeitet leitmotivische Linien heraus, verschiebt die Schwerpunkte zwischen den Orchestergruppen, sodass selbst der Kenner neue Dinge hört. Auch für die Tempi hat er sehr eigene Vorstellungen, die manchmal ungewohnt, meistens anregend und interessant, immer aber wohl überlegt und auf die Spielhandlung bezogen sind. Ambitioniert steht Sanguineti in der Gesamtverantwortung des Abends, nimmt für die Sänger und natürlich für den Kinderchor die Orchesterlautstärke bis ins Piano zurück, das so zu klingen beginnt und eine eigene Kultur entwickelt...
 
Von Jens Daniel Schubert - Sächsische Zeitung, 17.11.2014

 

 

 "Il pipistrello - Die Fledermaus" - Teatro Bellini Catania

 

Il maestro, ammalato, ha dovuto dare forfait e a prove gia` iniziate e` stato sostituito da Andrea Sanguineti, trentenne, diplomato del Conservatorio di Milano ma attivo prima a Strasburgo e poi a Hannover e attualmente a Würzburg. Parliamo sempre degli scienziati italiani che scappano all’estero per poter lavorare proficuamente e non parliamo dei musicisti. Andrea Sanguineti, senza il casus belli della malattia di Xu Zhong, sarebbe rimasto in Germania a fare esperienza e repertorio. Al suo esordio a Catania ha dimostrato estrema sicurezza, idee chiare, gesto fluido, capacita` di ottenere scioltezza ritmica dall’orchestra, di dare coesione all’insieme e di condurre in porto la recita senza sbavature. Un giovane direttore coi fiocchi, che potrebbe diventare prezioso, data la sua familiarita` con il teatro di repertorio, se le fondazioni liriche italiane si mettessero nell’ottica di riformarsi per davvero, abbandonando il vetusto sistema del teatro a stagione.

 

P. Rattalino - Musica nr. 248 - Luglio/Agosto 2013

 

 

"Don Giovanni" - Mainfranken Theater Würzburg

 

Am Pult ist zum letzten Mal in Würzburg der designierte Görlitzer GMD Andrea Sanguineti mit dem philharmonischen Orchester zu erleben, dessen Streicher mit Barockbögen einen zarteren und helleren Klang zu Gehör bringen, ohne die farbenreichen Effekte der Partitur zu vernachlässigen.

 

Südwest Presse - Felix Röttger - 27.06.2013

 

 

 "Il pipistrello" (Die Fledermaus) - Teatro Massimo "V. Bellini" Catania

 

Andrea Sanguineti imprime al tempo di valzer un andamento morbido e ansioso, seguito con naturalezza dai solisti di canto...

 

Wagner "Tristan und Isolde" - Mainfranken Theater Würzburg

 

Andrea Sanguineti am Pult setzte zu Beginn auf einen sehr weichen und fast zaghaften Orchesterklang. Er ließ das Sehnsuchtsmotiv recht delikat und fein in den etwas verhalten genommenen Tristan-Akkord münden. Im Folgenden entfesselten er und das Philharmonische Orchester Würzburg aber in immer stärkerem Maße einen fulminanten Sturm der Leidenschaften. Rasante, vorwärtsdrängende Tempi wechselten mit langsameren ab, wobei der Dirigent stets auf dynamische Ausgewogenheit und Differenziertheit des glutvollen Klangteppichs achtete. Prachtvoll war, wie er nach imposanten dramatischen Ausbrüchen der verschiedenen Instrumentengruppen die Lautstärke unvermittelt wieder auf ein zartes Piano zurückzuführen und die Spannung noch mehr zu steigern wusste.

 

www.deropernfreund.de - Ludwig Steinbach - 3.06.2012

 

 

Silvester Konzert in Würzburg - Mainfranken Theater Würzburg

 

Im Konzert zum Jahreswechsel wehte zum Thema „Heimat“ ein frischer italienischer Wind über die Bühne des Würzburger Mainfranken Theaters... mit dem neuen Ersten Kapellmeister Andrea Sanguineti (Jahrgang 1983) dirigierte ein Originalitaliener – kein Freund der fahrigen Bewegungen, sondern neben Herzlichkeit und jungenhaftem Charme mit einem temperamentvollen, gleichzeitig klar konturierten Dirigat ausgestattet, das bei aller Pointiertheit nicht holzschnitthaft wirkt und sich vor allem bei rhythmisch so prägnanten Stücken wie dem Egyptischen oder Persischen Marsch von Johann Strauss Sohn auszahlte.

 

So hatte er ein Orchester in Bestform vor sich, von dessen frischem, präzisem Musizieren spür- und sichtbare Freude ausging – ohne Routine und Nachlässigkeit, was schon in der rhythmisch gestochen scharf musizierten „Sinfonia“ aus Verdis Oper „Nabucco“ auffiel. Auch das einleitende Wassergemurmel der Bläser in Smetanas „Moldau“ kam als zwar eng verwobenes, doch gut durchhörbares Geflecht beim Hörer an.

 

Main-Post - Katja Tschirwitz - 1.1.2012

 

 

Meyerbeer "L´Africaine" - Mainfranken Theater Würzburg

 

Das Philharmonische Orchester Würzburg unter der Leitung von Andrea Sanguineti verstand es glänzend, die mit exotischen Elementen durchsetzte und meisterhaft instrumentierte Partitur des Komponisten sowohl in den zarten wie auch in den expressiven Passagen klangvoll wiederzugeben...

 

Der neue Merker - Udo Pacolt, Wien – München - 4.12.2011

 

 

 

“Le Nozze di Figaro” - Gala mit Annette Dasch und Lucio Gallo - Staatstheater Hannover

Zehn Minuten langer Jubelapplaus mit Bravorufen am Ende. Zu Recht, denn es stimmte alles: das schwungvolle Spiel des niedersächsischen Staatsorchesters Hannover unter Andrea Sanguineti, das die Sängerinnen und Sänger zu Hochform auflaufen ließ…

 

Neue Presse – 21.06.2011 download

 

 

Beethoven 6. Symphonie „Pastorale“ - Theater Lübeck - Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck

 

Andrea Sanguineti, der als Gast vor dem Orchester stand, war mit Schwung und Spaß bei der Sache, leitete mit deutlichen Gesten...

Lübecker Nachrichten - 13./14. Februar 2011

 

 

Händel “Aci Galatea e Polifemo” - Staatstheater Hannover

Andrea Sanguineti nimmt mit dem hoch motivierten Kammer-Ensemble des Niedersächsischen Staatsorchesters die Aufgabe lustvoll an: da bestimmen drängende Tempi die Musik, da gibt es kein Nachlassen in der Intensität, da kommunizieren differenziert aufspielende Streicher mit virtuoser Oboe und alarmierenden Trompeten - dabei permanent in bravouröser Abstimmung mit den Protagonisten auf der Bühne!

Opernnetz - 31.01.2009 Link